1. FĂŒr welche Anwendungstypen ist dieses MessgerĂ€t bestimmt?

Das Si-CA 8500 kann fĂŒr industrielle Anwendungen und Anwendungen im tertiĂ€ren Bereich zur Messung von Abgasen aus Heizkesseln, Brennern, Motoren, Öfen, Trockenkammern, Heizungen, Trocknern und anderen Verbrennungsanlagen genutzt werden.

 

  1. Muss das Si-CA 8500 wÀhrend seines Betriebs an die Stromversorgung angeschlossen sein?

Das MessgerĂ€t kann entweder mit Batterie oder mit Netzstrom betrieben werden. Mit vollstĂ€ndig aufgeladenem Akku kann das MessgerĂ€t etwa vier (4) Stunden mit Batterie betrieben werden. Es wird empfohlen, das GerĂ€t bei der Benutzung so oft wie möglich an den Netzstrom anzuschließen, was gestattet, den eingebauten KĂŒhler bei optimaler Temperatur zu halten.

 

  1. Wo und wie muss die Selbstnullung durchgefĂŒhrt werden?

Es wird empfohlen, die Selbstnullung des MessgerÀts beim Einschalten im Freien und an der frischen Luft vorzunehmen, ohne dass eine Sonde oder ein Schlauch an das MessgerÀt angeschlossen ist, bis der Selbstnullungszyklus von drei (3) Minuten beendet ist und kein Fehler gefunden wurde.

 

  1. Kann die Pumpe angehalten werden, wÀhrend das MessgerÀt noch in Betrieb ist, und wird dies empfohlen?

Ja, Sie können die Gasentnahmepumpe anhalten, ohne das MessgerĂ€t vollstĂ€ndig auszuschalten, indem Sie die SETUP-Taste auf der MessgerĂ€ttastatur drĂŒcken. Normalerweise wird nicht empfohlen, die Pumpe anzuhalten, denn dadurch sind die Abgase im Inneren des MessgerĂ€ts gefangen, was fĂŒr die Genauigkeit und Haltbarkeit der Gasmesszellen nachteilhaft ist. Wenn die Pumpe angehalten ist, muss das MessgerĂ€t zunĂ€chst mindestens wĂ€hrend einiger Minuten mit sauberer Luft gespĂŒlt werden.

 

  1. Welche Technologien werden fĂŒr die Gasmessung eingesetzt?

Drei Arten von Gasmesszellen können im Si-CA 8500 genutzt werden: elektrochemisch, NDIR (nicht-dispersives Infrarot) und PID (Detektion durch Photoionisation). Bis zu sechs elektrochemische Zellen sind mit dem Si-CA 8500 verfĂŒgbar - O2, CO, NO, NO2, SO2 und H2S. Die Zellen fĂŒr CO2, Kohlenwasserstoffe CxHy und CO oberer Bereich sind NDIR-Zellen. Die Zelle fĂŒr die VOC ist eine Zelle vom PID-Typ. Alle Gasmesszellen, gleich welche Technologie genutzt wird, fĂŒhren ihre Messungen im Si-CA 8500 simultan durch.

 

  1. Wieviele Gasmesszellen kann ein MessgerÀt Si-CA 8500 aufnehmen?

Im Si-CA 8500 können Sie maximal neun (9) Gasmesszellen haben. Die Gasmesszellen fĂŒr H2S und VOC können nicht gleichzeitig im gleichen MessgerĂ€t Si-CA 8500 vorhanden sein.

 

  1. Ist das MessgerÀt mit weiteren Gasmesszellen erweiterbar und können die Benutzer den Zellentyp vor Ort wechseln?

Es ist möglich, das MessgerĂ€t mit einer zusĂ€tzlichen Zelle zu erweitern, die noch nicht im MessgerĂ€t vorhanden war. FĂŒr diese Erweiterung muss das MessgerĂ€t zur fachgerechten AusfĂŒhrung zum Hersteller eingeschickt werden. An den Gasmesszellen kann vor Ort kein Typenwechsel erfolgen (wie beispielsweise Austausch der NO2-Zelle gegen eine SO2-Zelle). Wenn eine Zelle das Ende ihrer Lebensdauer erreicht hat und ersetzt werden muss, kann dies vor Ort erfolgen.

 

  1. Welche Lebensdauer wird fĂŒr jede Gasmesszelle angegeben?

Die normale Lebensdauer der O2-Messzelle liegt zwischen eineinhalb und zwei Jahren. Alle anderen Gasmesszellen (wie die Zellen fĂŒr CO, NO, NO2, SO2, CxHy, H2S) besitzen jeweils eine normale Lebensdauer von zweieinhalb bis fĂŒnf Jahren. Die NDIR-Zellen sollten bei sachgerechter Nutzung und Wartung des MessgerĂ€ts ĂŒber seine gesamte Lebensdauer halten, wobei die NDIR-Optik alle zwei Jahre eine Unterhaltswartung benötigen könnte. Die VOC-Zelle besitzt eine normale Lebensdauer von zwei bis drei Jahren. Diese Lebensdauern der Zellen hĂ€ngen teilweise von den jeweiligen Anwendungen ab, fĂŒr die das MessgerĂ€t genutzt wird, wie das GerĂ€t benutzt wird und welcher Unterhalt erfolgt, der ĂŒbermĂ€ĂŸigen Exposition gegenĂŒber hohen Gaskonzentrationen und der Summe der Betriebsstunden des GerĂ€ts.

 

  1. Wie speichert man die Daten mit dem MessgerÀt und welches Speichervolumen hat der interne Speicher?

Die Daten können manuell oder automatisch auf dem internen Speicher des MessgerĂ€ts gespeichert werden, mithilfe der Tastatur oder der Software. Um die Aufzeichnung und die automatische Speicherung der Daten zu aktivieren, muss die HĂ€ufigkeit der Datenspeicherung eingegeben werden. Der interne Speicher des GerĂ€ts kann bis zu 2 000 Tests speichern. Jeder „Test“ gibt einen Überblick ĂŒber ein gegebenes Datum mit Uhrzeit, einschließlich aller Parameter, die das AbgasmessgerĂ€t messen und berechnen kann.

 

  1. Ist eine Software fĂŒr das MessgerĂ€t vorhanden?
    Ja, jedes MessgerÀt wird ohne Aufpreis mit einer WindowsŸ kompatiblen PC-Software geliefert, die per wireless oder USB-Kabel kommuniziert. Die Software gestattet dem Bediener, Grafiken auf einem Windows-Rechner oder Tablet darzustellen, zu speichern und in Echtzeit anzuzeigen.

 

  1. Ist es möglich, die Auswahl des Brennstoffs am MessgerÀt zu Àndern und was sind die Konsequenzen?

Ja, es ist möglich ganz einfach ĂŒber die SETUP-Taste der Tastatur den Brennstoff anhand einer voreingestellten Liste zu Ă€ndern. Die Auswahl des Brennstoffs hat Konsequenzen fĂŒr die berechneten Werte, wie etwa den Wirkungsgrad der Verbrennung und den LuftĂŒberschuss, aber dies wirkt sich nicht direkt auf die Messungen wie etwa O2, CO, NO, NO2, SO2, die anderen Gasmesszellen, die Temperatur und den Zug/Druck aus.

 

  1. Was ist der Zweck des SCU (Wasserabscheider)?

Der Wasserabscheider bietet einen zusĂ€tzlichen Schutz vor Feuchtigkeit, indem die Abgase am Sondengriff abgekĂŒhlt und getrocknet werden. Außerdem ermöglicht der Wasserabscheider, dass die Abgase möglichst unbeeintrĂ€chtigt bleiben, insbesondere die wasserlöslichen Gase wie NO2 und SO2. Der Wasserabscheider ist fĂŒr das MessgerĂ€t eine Option, die zusĂ€tzlich zum internen thermoelektrischen KĂŒhler verwendet wird, der zum Standardlieferumfang des Si-CA 8500 gehört. Weitere Informationen ĂŒber den Wasserabscheider finden Sie hier [Link zu Sauermann SCU- Video].

 

  1. Wie lang kann das MessgerÀt Si-CA 8500 kontinuierlich genutzt werden?

Das Si-CA 8500 ist ein GerĂ€t, das einen ganzen Arbeitstag genutzt werden kann, aber nicht einen ganzen Tag von 24 Stunden. Es wird empfohlen, beim Testen mit dem MessgerĂ€t etwa alle 30 bis 60 Minuten einen Selbstnullungs-Zyklus durchzufĂŒhren. Um diese Selbstnullung auszufĂŒhren genĂŒgt es, die SchlĂ€uche vom MessgerĂ€t abzuziehen, und dann das GerĂ€t aus- und wieder einzuschalten.

 

  1. Wie oft muss das MessgerÀt Si-CA 8500 geeicht werden?

Der Hersteller empfiehlt, jedes MessgerĂ€t mindestens einmal jĂ€hrlich zu eichen. Je nach Anwendungen und Bedarf des Benutzers können hĂ€ufigere Eichungen erforderlich sein, insbesondere um bestimmte geltende Normen, Genehmigungen, PrĂŒfverfahren oder Gesetze einzuhalten.

 

  1. Wie wird das MessgerÀt aufbewahrt?

Es wird empfohlen, das MessgerÀt an einem trockenen Ort bei einer Temperatur aufzubewahren, die der Umgebungstemperatur möglichst nahe kommt. Vermeiden, das GerÀt extremen Temperaturen auszusetzen, wie beispielsweise es die ganze Nacht im Auto zu lassen, insbesondere wenn es wahrscheinlich ist, dass die Temperatur unter null fÀllt.

 

  1. Wo wird das Si-CA 8500 gefertigt?

Das MessgerĂ€t Si-CA 8500 wird ausschließlich im Sauermann-Werk in Langhorne, PA, USA gefertigt.